Wann sollte ich die Reifen meines Fahrzeugs erneuern lassen?
Es gibt eine gesetzlich festgelegte Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Allerdings sollte man diese Grenze nicht ausreizen. Denn bereits ab einer Profiltiefe von weniger als 4 mm wird das Fahrverhalten beeinträchtigt. Je geringer die Profiltiefe, desto höher ist z.B. die Gefahr von Aquaplaning auf nasser Fahrbahn. Wir empfehlen daher, das Profil der Reifen Ihres Fahrzeugs regelmäßig zu überprüfen.

 

Was unterscheidet Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen?
Der Unterschied liegt in den Materialeigenschaften. Sie sind entsprechend der saisonalen Bedingungen optimiert. Das Material von Sommerreifen wird bei hohen Temperaturen nicht zu weich und die Verschleißrate der Reifen ist auch bei hoher Geschwindigkeit relativ gering. Das Material von Winterreifen (M+S-Reifen) behält hingegen auch bei niedrigen Temperaturen die nötige Elastizität. Zudem weist das Profil eine ausgefeilte Struktur auf, die bessere Grip-Eigenschaften, sprich besseren Halt, auf unbeständigen Untergründen wie Schnee gewährleistet.

Ganzjahresreifen können, wie der Name schon sagt, das ganze Jahr über verwendet werden. Dadurch sind die saisonalen Wechsel nicht erforderlich. Allerdings ist zu beachten, dass diese Art von Reifen nicht alle Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen vereint, sondern eine Kompromiss-Lösung darstellt. So ist das Material von Ganzjahresreifen z.B. weicher als bei Sommerreifen. Dadurch verschleißen die Reifen verhältnismäßig ein wenig schneller und der der Kraftstoffverbrauch ist etwas erhöht. Zudem reichen die Grip-Eigenschaften eines Ganzjahresreifens nicht an die eines richtigen Winterreifens heran.

 

Gibt es in Deutschland die Winterreifenpflicht?
In der StVO ist folgendes formuliert:
„Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, welche die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage, die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen).“( https://dejure.org/gesetze/StVO/2.html).
Entscheidend ist also das „M+S“ Symbol auf dem Reifen, welches die Vorschriftmäßigkeit der Reifeneigenschaften bestätigt. Da dieses Symbol allerdings nicht rechtlich geschützt ist, sollte man sich nicht blind darauf verlassen. Lassen Sie von einem Fachmann prüfen, welche Reifen normgerecht sind.

Fahren mit falscher Bereifung, sowie eine daraus resultierende Behinderung bzw. ein Unfall wird mit hohen Bußgeldern geahndet. Im Versicherungsfall kann es für den Fahrer eines Fahrzeugs außerdem negative Konsequenzen haben, wenn Ihnen eine Mitschuld aufgrund falscher Bereifung nachgewiesen wird.

 

Kann ich einen Räder-Wechsel selbst durchführen?
Generell schon, denn in Falle einer Reifenpanne müssen Sie meist selbst tätig werden. Dabei sind aber folgende Dinge wichtig:
• Ist das Ersatzrad überhaupt einsatzfähig? Denken Sie immer daran, es regelmäßig überprüfen zu lassen, damit Sie es im Ernstfall auch verwenden können. 
• Haben Sie die geeigneten Werkzeuge an Bord? Zum einen ist ein guter Wagenheber das A und O. Ohne ihn ist der eigenhändige Räderwechsel von Vornherein nicht durchführbar. Zum anderen sollten Sie einen vernünftigen Drehmomentschlüssel parat haben. Damit können Sie die Radmuttern und –schrauben korrekt lösen und anziehen. Bitte beachten Sie: Zu starkes Anziehen der Schrauben und Muttern kann u.U. zu Schäden am Gewinde führen können. Daher ist Vorsicht geboten.

Den saisonalen Räder-Wechsel sollten Sie allerdings von Fachleuten in einer Werkstatt durchführen lassen. Denn es ist mehr als nur Abmontieren und Anmontieren. Wir erledigen den Räder-Wechsel für Sie. Dabei werden alle Komponenten der einzelnen Räder umfassend auf Beschädigungen geprüft. Außerdem erfolgt eine Kontrolle des Reifendrucks – bei uns als kostenloser Service.

 

Was sind "UHP-Reifen"?
„UHP“ steht für „Ultra-High-Performance“. Die UHP-Reifen zeichnen sich im Vergleich zu „normalen“ Reifen durch größere Maße bzgl. Durchmesser und Breite aus. Sie kommen insbesondere bei Fahrzeugen zum Einsatz, die mit hohen Geschwindigkeiten (240 km/h und mehr) unterwegs sind. Die speziellen Eigenschaften der Reifen sind auf die extremen Belastungen ausgelegt. So bieten sie beste Stabilität und Präzision beim Fahren mit hoher Geschwindigkeit und damit ein hohes Maß an Sicherheit z.B. beim Spurwechsel. Kannte man UHP-Reifen früher eher als „Rennreifen“, sind sie heutzutage bei weitem keine Seltenheit mehr beim Einsatz für private „Alltags“-Fahrzeuge. 
Bei der Entscheidung für UHP-Reifen sollten folgende Punkte bedacht werden: Durch hohe Geschwindigkeiten entstehen hohe Temperaturen – daraus ergibt sich eine hohe Verschleißrate. Die Lebensdauer im Vergleich zu einem „normalen“ Reifen ist also wesentlich kürzer.

Klassifiziert werden die UHP-Reifen anhand von Geschwindigkeitsklasse und Profilquerschnitt. Generell ist das Profil der UHP-Reifen auf eine bestimmte Laufrichtung festgelegt, die mittels eines Pfeils am Reifen gekennzeichnet ist. 

 

Was sind "Runflat-Reifen"?

Die Bauweise der Runflat-Reifen unterscheidet sich zu „normalen“ Reifen darin, dass die Seitenwände verstärkt sind. Selbst wenn der Reifen platzt, behält er seine Form. Dadurch wird ein mögliches Ausbrechen des Fahrzeugs aus der Fahrbahnspur vermieden und das Unfallrisiko gesenkt. Und: Bei einem Reifenschaden ist es möglich, mit herabgesetzter Geschwindigkeit noch bis zu 80 km weiterzufahren. Man spricht hier von der sogenannte „Notlauf-Funktion“.

Übrigens: Für Fahrzeuge mit Runflat-Reifen herrscht RDKS-Pflicht (Reifendruck-Kontroll-Systems). Dies weist den Fahrer über die RDKS-Kontrollleuchte ggf. auf eine Störung hin. Denn ein Laie würde u.U. nicht mit bloßem Auge erkennen, ob ein Runflat-Reifen intakt ist oder nicht.

Die Vorteile:
• Sehr hohe Fahrsicherheit
• Kein Reifenpanne mehr, kein mühevolles, gefährliches Reifenwechseln am Fahrbahnrand
• Kein Mitführen eines Ersatzreifens mehr nötig
• dadurch: Kraftstoffersparnis durch geringeres Gewicht im Kofferraum

 

Wir sind Spezialisten für UHP- und Runflatreifen:

wdk-Spezialist

 

 

 

Was bedeutet „Auswuchten“?
Werden Räder unsachgemäß eingelagert, wirkt sich dies zum einen negativ auf die Haltbarkeit des Material aus, zum anderen können sich verformen. Laufen Räder nicht mehr rund, kommt es während der Fahrt zu Vibrationen am Lenkrad, einer Geräuschentwicklung und einer ungleichmäßigen Abnutzung der Reifen.

Daher sollte vor dem Räder-Wechsel eine Wuchtkontrolle durchgeführt werden. Dies geschieht mittels einer speziellen Maschine. Das Rad (sprich Felge + Reifen) wird dabei an einer Achse in Drehung versetzt. Anhand von elektronischen Sensoren werden Werte erfasst, ausgewertet und damit ggf. eine Unwucht ermittelt. Ergibt diese Kontrolle, dass eine Unwucht besteht, müssen die Räder ausgewuchtet werden. Dazu werden an der Felge des Rades Gewichte platziert, die die Unwucht ausgleichen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Räder Ihres Fahrzeugs wider einwandfrei „rund“ laufen.

 

Was ist RDKS?
RDKS ist die Abkürzung für „Reifendruck-Kontrollsystem“ (englisch „Tire Pressure Monitoring System = TPMS). Die Ausstattung mit dem RDKS-System ist Pflicht: Für alle Fahrzeuge mit Typprüfung ab 1. November 2012, für alle Neuwagen der Klasse M1 (Pkw und Wohnmobile) mit Erstzulassung ab 1. November 2014 sowie für alle Fahrzeugmodelle, die bereits ab Werk mit Runflat-Reifen ausgestattet sind. RDKS hat die Funktion, den Druck der einzelnen Reifen eines Fahrzeugs permanent zu überwachen. Sobald das System Störungen, sprich auffällige, von der Norm abweichende Werte registriert, leuchtet die RDKS-Kontrollleuchte in der Instrumententafel auf. Die Kontrollanzeige zeigt einen Reifen im Längsschnitt mit einem Ausrufezeichen in der Mitte.

Grundsätzlich werden zwei unterschiedliche RDKS-Systeme unterschieden: indirekte und direkte. Beim indirekten RDKS wird der Reifendruck anhand von Informationen und der Raddrehzahlen errechnet, die durch das ABS/ESP an das System übermittelt werden. Bei direktem RDKS ist jeder Reifen im Inneren mit einem speziellen RDKS-Sensor ausgestattet. Diese Sensoren sind direkt mit der Steuerungseinheit im Fahrzeugcockpit verbunden und übermitteln die nötigen Informationen zum Luftdruckstand der einzelnen Reifen. Voraussetzung dafür, dass das direkte RDKS funktionieren kann, sind, dass die Räder über die entsprechenden Drucksensoren verfügen, dass alle Reifen vorschriftsmäßig mit Luft befüllt sind und dass das System initialisiert wurde, sprich, dass es korrekt programmiert und gestartet  wurde.

Vorteile von direktem RDKS:
• Hohe Sicherheit durch permanente, automatische Kontrolle des Reifendrucks
• Verhinderung eines erhöhten Spritverbrauchs durch mangelnden Reifendruck
• Reduzierung des Verschleißes aufgrund optimalen Reifendrucks und somit längere Haltbarkeit der Reifen
• CO²-Ausstoß wird minimiert

Direktes RDKS ist aber auch nicht frei von Nachteilen:
• Bei einem neuen Radsatz müssen die RDKS-Sensoren „neu angelernt“ werden, sprich, die Komponenten des RDKS-Systems müssen aufeinander abgestimmt werden.
• Es entstehen zusätzliche Anschaffungskosten für die Sensoren.
• Ein saisonaler Räder-Wechsel wird künftig zeit- und kostenintensiver.

 

Wir sind Spezialisten für RDKS-Systeme:

RDKS-Spezialist