Wie kommt es zu einem Motorschaden?
Eine der Hauptursache für einen Motorschaden ist eine defekte Zylinderkopfdichtung. Ist die Dichtleistung nicht mehr vollständig gewährleistet, kann das schwerwiegende Folgen haben:
• Verbrennungsgase gelangen in den Kühlwasser-Raum. Das wirkt sich negativ auf die Kühlleistung aus und es droht eine Überhitzung des Motors.
• Motoröl gelangt in den Verbrennungsraum, es entsteht u.U. blauer Qualm (s.u.).
• Motoröl gelangt in das Kühlwasser. Es entstehen Ablagerungen im Kühlwasserkreislauf und einzelne Kanäle können verstopfen.
• Kühlwasser gelangt in den Ölkreislauf. Dadurch wird die Schmierleistung des Öls negativ beeinflusst, die Gefahr eines Lagerschadens wird erhöht. Ein typisches Indiz dafür ist eine weiß-gräuliche Verfärbung des Motoröls und eine merkliche Zunahme des Ölstands.
• Kühlwasser gelangt in den Verbrennungsraum, es entsteht weißer Qualm (s.u.).

 

Was genau ist ein „Kolbenfresser“ eigentlich?
Als „Kolbenfresser“ bezeichnet man einen Motorschaden, der entsteht, wenn der Motor über einen längeren Zeitraum ohne ausreichend Öl betrieben wird oder ein Defekt im Ölschmierungssystem vorliegt. Die mangelnde Schmierung eines Kolbens führt dazu, dass er einer stetigen Reibung an der Innenseite des Zylinders ausgesetzt ist. Der Kolben erhitzt sich infolgedessen so stark, dass er buchstäblich mit dem Zylinder verklemmt und augenblicklich zum Stillstand kommt. Aber auch plötzliches Hochreißen der Drehzahl bei einem Kaltstart des Motors Volllastbelastung) kann zu einem Kolbenfresser führen. In diesem Fall wird der Kolben im Gegensatz zum Zylinder sehr schnell sehr heiß, sodass der Temperaturunterschied dazu führt, dass sich der Kolben verklemmt und abrupt stehen bleibt.

 

Was kann es für Ursachen haben, wenn der Motor qualmt?
Zur Beantwortung dieser Frage ist entscheidend, welche Farbe der austretende Rauch hat.

Blauer Rauch entsteht, wenn Öl in den Verbrennungsraum gelangt ist und dort verbrennt. Die Ursache dafür könnte eine Undichtigkeit im Ölkreislauf sein. Vorsicht: Es besteht die Gefahr, dass der Motor in Brand gerät. Mögliche Folgen sind Schäden am Katalysator oder am Partikelfilter.

Weißer Rauch entsteht, wenn Wasser (Kühlflüssigkeit/Kondenswasser) aus der Motorkühlung austritt, in den Verbrennungsraum gelangt und dort verdampft. Oder aber auch, wenn im kalten Betriebszustand ein Kraftstoffüberschuss besteht. Mögliche Ursachen sind eine defekte Zylinderkopfdichtung oder ein gerissener Zylinderkopf. Ein weiteres Indiz für diese Ursachen ist ein rasanter Kühlwasserverlust.
Achtung! Wenn sich bei Stillstand des Motors bereits größere Mengen Kühlwasser im Kompressionsraum angesammelt haben, kann es nach dem Start zu einem Wasserschlag kommen. Das bedeutet, dass die Kolben im Verdichtungstakt augenblicklich stoppen. Mögliche Folgeschäden sind ein verbogenes Pleuel, ein Kolbenbruch oder – im schlimmsten Fall – ein Motorschaden.

Schwarzer Rauch entsteht, wenn zu viel oder unverbrannter Kraftstoff in den Motor gelangt, oder wenn nicht ausreichend Luft im Motor vorhanden ist. Als Folge können Schäden am Katalysator entstehen.

 

In allen drei Fällen gilt: Geben Sie Ihr Fahrzeug unverzüglich in die Hände von Werkstattprofis.

 

 

Übrigens: Mehr Infos rund ums Thema "Motor" finden Sie hier:

Technik-Lexikon: Motor

 

 

 

Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren?

 

Treten Sie mit uns in Kontakt!

Angebot anfordern Termin vereinbaren Service Mitarbeiter